Sonntag, 14. Oktober 2012

Der zweite Monat!

Mittlerweile ist mein zweiter Monat hier in Sao Paulo rum. Die Zeit vergeht echt wie im Flug...manchmal habe ich das Gefuehl, dass wenn ich die Augen kurz zumache und sie dann wieder aufmache schon wieder eine Woche vergangen ist!
Immer wieder muss ich mir klar machen wo ich bin...in Sao Paulo, einer der groessten Staedte der Welt und vielleicht auch eine der gefaehrlichsten. Nach diesen zwei Monaten fuehle ich mich hier so heimisch, dass mir das gar nicht mehr so bewusst ist.
Es ist beeindruckend wie viele Menschen man sieht wenn man im Bus durch die Stadt faehrt. Bisher hatte ich noch keine Busfahrt auf der ich mich gelangweilt habe. Es hoert sich vielleicht komisch an, aber das Geschehen auf den Strassen Sao Paulos macht so eine Busfahrt jedes mal aufs Neue spannend. Man sieht nie das gleiche und entdeckt immer was Neues. Und da macht es dann auch nichts aus, wenn man mal eineinhalb Stunden Bus faehrt, nur um fuer ein paar Stunden Freunde zu besuchen.


Auch mit meiner Arbeit hier laeuft es immer besser. Das Vertrauen und der Respekt mir gegenueber wird immer groesser. Es freut mich zu sehen, dass die Schueler auch mal auf mich hoeren wenn ich was sage. Selbstverstaendlich gibt es auch Ausnahmen!
Mit dem Theaterstueck, welches ich mit meiner Klasse bis Dezember einstudieren soll, sind wir noch nicht viel weiter gekommen! Aber anscheinend macht sich hier keiner grosse Sorgen, dass wir das nicht schaffen. Ich bin ja mal gespannt...
Die Arbeit die fuer mich persoenlich am anstrengensten ist, ist die Arbeit im Kindergarten. Fuer mich ist es schwierig nichts zu machen. Und genau das ist der Fall dort. Man sitzt den ganzen Vormittag dort und passt auf, dass sich die Kleinen die Koepfe nicht einschlagen.
Innerhalb der letzten zwei Monate habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit den "Aelteren" mehr Spass macht und ich mich darauf konzentrieren moechte, ich aber trotzdem die Arbeit im Kindergarten nicht vernachlaessigen werde.


Vor Kurzem habe ich angefangen an einem Theaterkurs in der "Paideia" teilzunehmen. Die Paideia ist ein anderes Sozialprojekt hier in Sao Paulo, wo auch zwei Freiwillige sind. Jeden Samstag werde ich dort hinfahren und von 9-16 Uhr an den Aktivitaeten dort teilnehmen.
Vielleicht stehe ich ja schon bald hier in Sao Paulo auf der Buehne! Wer weiss...
Ansonsten ist meine Freizeit so gut wie ausgeplant...Fitnessstudio, Capoeira, Englischunterricht geben, Theater spielen...ich glaub ich hatte noch keinen Tag an dem ich nichts gemacht habe.

All diese positiven Eindruecke, die ich hier schildere haben sich innerhalb der 2 Monate entwickelt die ich jetzt hier bin. Meine ersten Wochen hier waren nicht einfach und ich fuehlte mich total unwohl hier...zu meinem Glueck hat sich das jetzt geaendert und ich hoffe es wird so weiter gehen.

Ich versuche euch nicht wieder so lange warten zu lassen bis zu meinem naechsten Eintrag, aber ich hatte einfach viel um die Ohren in letzter Zeit!

Gruesse aus Brasilien!
Euer Oli :)